| Mitteilungen | | Pressespiegel | | Stories | | Bildarchiv | | News-Abo | | Referenzen |  | | Home | 
|
|  | | | | Finanzamt München
realisiert die elektronische Steuererklärung mit Softwarekomponenten von LANGNER
Steuererklärung via Internet mit ELSTER
und LUCA
Immer mehr Bürger vertrauen bereits beim alljährlichen Kampf mit der Einkommensteuererklärung
auf ihren PC als persönlichen Steuerberater. Eine ganze Reihe ausgereifter Programme
hilft beim korrekten Ausfüllen der Formulare, zeigt Einsparmöglichkeiten und berechnet
im voraus, ob eine Rückerstattung oder Nachzahlung ins Haus steht. Auch die Finanzbehörden
setzen seit Mitte letzten Jahres auf die neuen Medien und ermöglichen mit dem
Projekt "Elektronische Steuererklärung" (ELSTER) die direkte Übertragung aller
Angaben via Internet oder ISDN ans zuständige Finanzamt. Die Vorteile für Verwaltung
und Bürger liegen auf der Hand, denn dadurch entfällt die zeitaufwendige und fehler-trächtige
manuelle Eingabe der Daten in die Systeme der Behörden. Das ELSTER-Programm, eine
Entwicklung der EDV-Stelle des Finanzamts München, wird von den Software-Herstellern
einfach in ihre Produkte integriert und übernimmt beim Anwender die Plausibilitätsprüfung,
Verschlüsselung und vor allem den Versand der Steuerdaten. Als zentrale Kommunikationslösung
für TCP-Socket und CAPI-Verbindungen kommt hier LUCA von der Firma LANGNER zum
Einsatz. Die LUCA-Softwarekomponente ist in den ELSTER-Kernel eingebunden und
wird intern ganz einfach über standardisierte Schnittstellen angesprochen. Mit
LUCA ist grundsätzlich jede Form der Datenübertragung möglich, denn die Tool-Bibliothek
von LANGNER unterstützt mehr als 70 Protokolle und Treiber sowie selbstdefinierte
Formate.
Für das Steuerjahr 1998 gingen insgesamt 26.000 Online-Erklärungen ein, obwohl
zum damaligen Zeitpunkt noch nicht in allen Bundesländern ELSTER angeboten wurde.
Mittlerweile ist der Service in ganz Deutschland verfügbar und so wird für das
Jahr 1999 mit einer Steigerung auf 100.000 elektronische Steuererklärungen gerechnet.
Alle gängigen Steuer-Programme für die 32-Bit-Betriebssysteme Windows 9x und NT
unterstützen bereits den Online-Versand elektronischer Erklärungen mit ELSTER
und LUCA.
Einfache Integration von TCP/IP und X.75 durch LUCA
"Bei der Übertragung sensibler Daten stehen Zuverlässigkeit, Transparenz und einfache
Bedienung für den Anwender im Vordergrund", sagt Roland Krebs, Leiter des Projektes
ELSTER beim Finanzamt München. Durch LUCA ist der ELSTER-Kernel in der Lage, die
Verbindung sowohl per Internet als auch über die direkte ISDN-Einwahl (Dial-In)
am Server der Steuerverwaltung herzustellen. Die Kommunikation via Internet ist
unabhängig vom Provider des Anwenders und benötigt lediglich eine Standard-Installation
des Windows-DFÜ-Netzwerks. Als Protokoll für den Versand der Steuerdaten wird
das selbstentwickelte Elster Security Transfer Protocol (ESTP) eingesetzt, das
TCP/IP (Port 8000) bzw. X.75 (CAPI) als Basis verwendet. Beide Verfahren bedienen
sich hybrider Verschlüsselung nach 3-DES (112 Bit Schlüssel) und RSA (1024 Bit
Schlüssel), darüber hinaus ist eine zusätzliche Transportverschlüsselung mit LUCA
geplant.
Direkter Aufruf von LUCA als Dynamic Link Library
ELSTER-Server und Client wurden mit MS Visual C++ und Visual Basic entwickelt,
beim Server kam zudem Cobol 85 zum Einsatz. Die Realisierung der Kommunikationsfunktionen
mit LUCA erfolgte auf beiden Seiten durch die Einbindung einer Dynamic Link Library
(DLL). Über den direkten Aufruf von LUCA in Form einer DLL-, VCL- oder ActiveX-Routine
kann die Lösung von LANGNER als "Plug and Send"-Software eingesetzt werden. Für
die Anpassung der eingesetzten Protokolle an die Anwendungsumgebung steht ein
klar strukturiertes und einheitliches Application Programming Interface (API)
zur Verfügung, sodass die Realisierung unterschiedlicher Kommunikationsaufgaben
in Rekordzeit möglich wird. Know-how, das vom ELSTER-Team bei der Programmierung
der TCP/IP-Lösung mit LUCA aufgebaut wurde, konnte aufgrund des universellen
APIs nahtlos auf die CAPI-Schnittstelle übertragen werden.
Diese Flexibilität war eines der wesentlichen Argumente für den Einsatz von LUCA:
"Wir haben auch andere Produkte getestet und sogar erwogen, über den Windows-Socket
selber zu programmieren", sagt Roland Krebs. "Die schnelle Implementierbarkeit
und Transparenz von LUCA hat uns aber absolut überzeugt. Der weitere Entwicklungsprozess
bestätigte diese Entscheidung."
Keine Laufzeitgebühren für LUCA
Natürlich konnte das ELSTER-Team beim Projektstart keine Angaben über die Anzahl
der späteren Nutzer machen. Durch das besondere Lizenzprogramm von LANGNER ist
das aber kein Problem, denn LUCA wird pro Entwickler lizenziert. Die Anzahl der
Projekte oder der ausgelieferten Anwendungen spielt damit keine Rolle. Da LUCA
in das fertige Programm integriert und so von außen unzugänglich ist, kann die
Software ohne Laufzeitgebühren beliebig oft installiert werden.
ELSTER setzt auch in Zukunft auf LUCA
Der Erfolg der elektronischen Steuererklärung legt eine Ausweitung des Projektes
nahe, so werden neben der Einkommenssteuer bereits weitere Steuerarten, wie zum
Beispiel die Gewerbesteuer, unterstützt. Zudem sollen zukünftig auf Basis der
ELSTER-Technologie auch Kfz-Zulassungsdaten an die Finanzämter und Meldungen an
das Bundesamt für Finanzen online übertragen werden. LUCA hat bei der Entwicklung
von ELSTER seine problemlose Anpassungsfähigkeit bewiesen und wird daher auch
in allen Folgeprojekten als zentrale Kommunikationskomponente eingesetzt. Dementsprechend
bringt Roland Krebs die Erfahrungen des Projektteams mit der Lösung von LANGNER
auf einen prägnanten Nenner: "LUCA hat unsere Erwartungen voll erfüllt."
Weitere Informationen zu ELSTER stehen im Web unter www.elster.de
bereit.
|
|